Sonntag, 9. September 2012

Kunstsommer-Workshop: Möbelobjekte aus Stammholz


Das ist meins und bleibt meins!

Geschrieben von Marita Gerwin

Ela und Frank Feldmann aus Neheim suchen und finden im Arnsberger Kunstsommer etwas Neues,
was sie im Urlaub gemeinsam ausprobieren können. Sie besuchen den Workshop „Möbelobjekte aus Stammholz“ unter der Leitung von Franz Schröger.


Mittwoch, 5. September 2012

Workshop "Feuer und Eisen" im Kunstsommer Arnsberg


„Ach, das ist nur eine Spinne! Macht aber nichts....“

Geschrieben von Marita Gerwin

Blaues Fleece-Shirt, braune lange Lederschürze, schwarze Schutzbrille mit einem gesplissenen Glas, dicke Lederhandschuhe, pfiffiger Kurzhaarschnitt und weißer Perlen-Ohrring. So steht Michaela neben ihrem Amboss auf der Festwiese. Ihr prüfender kritischer Blick konzentriert sich ausschließlich auf das eiserne Werkstück in ihrer Hand. Man hat den Eindruck: Hier hier ist ein Profi am Werk. Tatsächlich: Michaela Stefan ist Goldschmiedin. Sie besucht zusammen mit ihrer Freundin Martina Schnell, die den gleichen Beruf ausübt, den Workshop „Feuer und Eisen“.


Gelernt ist gelernt. Ihre handwerkliche Geschicklichkeit zeugt von reichlicher Erfahrung im Umgang mit Metallen. „Der Unterschied ist, dass wir hier mit nur einem Material arbeiten, während wir in unseren eigenen Werkstätten unterschiedliche Materialien und Edelmetalle miteinander verbinden“, erklärt Martina. „Eisen zu schmieden ist wesentlich kraftaufwändiger, stelle ich allerdings fest“, ergänzt Michaela lachend. Beide wirken wie eine Symbiose. Wie ein gut eingespieltes Team. Couragiert setzt Martina ihre Hammerschläge ein, während Michaela ihr Werkstück in der Glut dreht. Die Hitze vor dem Feuer scheint Ihnen nichts auszumachen. Sie fachsimpeln miteinander, diskutieren, verwerfen, experimentieren und holen sich Experten- Rat bei Bernhard Bannach.

„Ich komme extra aus Bottrop nach Arnsberg, um in diesem Schmiede-Kurs einen anderen Werkstoff auszuprobieren“, verrät Martina. “Außerdem genießen wir die gemeinsame kreative Zeit“, lächelt Michaela ihr zu, bevor sie sich wieder ganz auf ihr Werkstück konzentriert. „Oh, was ist mit Ihrem linken Brillenglas passiert, Michaela?“, frage ich sie. „ Ach, das ist nur eine Spinne. Macht nichts. Hab ich vor lauter Eifer gar nicht bemerkt“, antwortet sie mir augenzwinkernd. Diese spontane Antwort spricht doch Bände, oder?

Sonntag, 2. September 2012

Und jetzt noch mal mit Schmackes

Und jetzt noch mal mit Schmackes
Konstanze Nawrath-Dame sammelt erste Erfahrungen im Schmieden

Geschrieben von Marita Gerwin

Tink, tink, tink. Ein vorsichtiger Hammerschlag trifft das glühende Eisen auf dem Amboss. Am Ende einer langen Stange entsteht eine Spitze. Konstanzes konzentrierter Blick richtet sich auf das glühend heiße Werkstück. Sie trägt feste Schuhe, gelbe Lederhandschuhe, eine lange abgewetzte braune Lederschürze. Die derbe Schutzbrillen und ihre geschminkten Lippen bilden einen irritierenden
Gegensatz. „Ich wollte einmal einen neuen Werkstoff ausprobieren. Neues Kennenlernen, unter Anleitung eines Fachexperten wie Bernhard Bannach“, erzählt sie.